Zukünftige Hospizbegleiter/innen besuchen die Palliativstation im Krankenhaus HS

Zukünftige Hospizbegleiter/innen besuchen die Palliativstation im Krankenhaus HS

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Auf der Palliativstation eines Krankenhauses finden Menschen einen Platz, die wegen einer unheilbaren Erkrankung nur noch eine eingeschränkte Lebenszeit haben und unter starken Symptomen leiden, die zu Hause nicht behandelt werden können. Ein spezialisiertes Team aus verschiedenen Berufsgruppen bemüht sich nicht um die Heilung, sondern um das Erreichen der bestmöglichen Lebensqualität für den Patienten. Ziel ist also eine lindernde Behandlung. Am Ende des Aufenthaltes soll der Erkrankte gut medikamentös eingestellt und psychisch gestärkt ins eigene Zuhause zurückkehren können. Damit dies gelingen kann, wird der Mensch ganzheitlich behandelt. Seine körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse finden Beachtung. Zugehörige werden in den Alltag auf der Palliativstation einbezogen. Sie erhalten ebenfalls Gesprächs- und Unterstützungsangebote. Auf Wunsch haben sie die Möglichkeit, beim Erkrankten zu übernachten.

In Kreis Heinsberg gibt es zwei Palliativstationen mit jeweils 6 Betten. Eine im Krankenhaus Erkelenz und eine im Krankenhaus Heinsberg.

Zukünftige Hospizbegleiter/innen des Ambulanten Hospizdienstes Camino aus Geilenkirchen besuchten kürzlich, im Rahmen ihrer Ausbildung, die Palliativstation des Krankenhauses Heinsberg. Sie ließen sich von den Sozialarbeiterinnen Melanie Berg und Birgit Süssenbach die Aufnahmekriterien und das Behandlungs- und Betreuungskonzept erklären. Die Teilnehmenden erhielten einen Eindruck von den individuellen Tagesabläufen der Patienten und durften einen Blick in Aufenthaltsräume, Küche und Patientenzimmer werfen. Beeindruckend war für die Ehrenamtlichen die ruhige, gelassene und freundliche Stimmung auf der Station. Das Personal verbrachte viel Zeit mit den Patienten. Ein Schwersterkrankter wurde zum Rauchen auf die Dachterrasse geschoben und genoss sichtlich seine Zigarette und das intensive, persönliche Gespräch mit einer Krankenschwester. Auch das kann zur Linderung beitragen und die Lebensqualität erhöhen. Wort für Wort und Zug um Zug.

Die Führung und der rege Austausch zwischen den Hospizbegleiter/innen in Ausbildung und den beiden Sozialarbeiterinnen endete nach rund einer Stunde. Das neu erworbene Wissen und die persönlichen Eindrücke werden den zukünftig ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen beim Ambulanten Hospizdienst Camino in der Begleitung von schwersterkrankten Menschen an deren Lebensende zu Gute kommen.

Rosel Cleef-Stassen

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