Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Es kommt ja nicht oft vor, dass man sich im direkten Blickkontakt direkt an den Bundeskanzler Deutschlands wenden kann. Julia Jansen und Kerstin Winkel aus der Region ist das in der ARD „Arena“ am Montag gelungen.

Durch den neuen Hebammenhilfevertrag, der seit 1. November gilt, hätten viele freie Hebammen Einkommenseinbußen von bis zu 40 Prozent erlätuerte Kerstin Winkel. "Wir können unsere berufliche Tätigkeit damit nicht mehr aufrechterhalten", erklärte sie dem Kanzler. Und
dann: "Wie können Sie uns konkret helfen?“

Der Hebammenhilfevertrag ist ein bundesweiter Vertrag zwischen Hebammen und gesetzlichen Krankenkassen (§ 134a SGB V), der regelt, wie freiberufliche Hebammen Leistungen bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett erbringen und abrechnen dürfen, wobei ein neuer
Vertrag seit dem 1. November 2025 in Kraft ist, der die Vergütungssystematik laut dem GKV (Dachverband der gesetzlichen Krankenkasse )vereinfacht und sogar die Hebammen besser vergüten solle. Die Erfahrung und erste Hochrechnungen zeigen, dies ist nicht der Fall.

Herr Merz war im konkreten Fall nicht über Details informiert und versprach Hilfe. Noch nach der Sendung nahm er persönlich Kontakt auf und bat um schriftliche Unterlagen.

Über die Wichtigkeit des Berufes braucht man wohl nichts schreiben.

Viele Hebammen, besonders Beleghebammen in Kliniken, sehen durch die neue Regelung finanzielle Einbußen und kaum stemmbaren Mehraufwand, da die Zuschläge oft nicht ausreichen oder an strenge Bedingungen geknüpft sind.

Gerade auch für die Heinsberger Hebammen, die mit dem Städtischen Krankenhaus Heinsberg kooperieren, ist es existenziell, so dass sie sich auch weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen und den Erhalt der flächendeckenden Hebammenbetreuung einsetzen. Dafür ist es aber momentan unabdingbar, dass die Politik ihrer Verantwortung nachkommt.

Selfkant online wird weiter berichten, welche Antworten vom Bundeskanzler kamen.

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