Nach 76 Jahren: Havert-Stein hat wieder einen Kaiser

Nach 76 Jahren: Havert-Stein hat wieder einen Kaiser

Uwe Huchel | | 2 Min. Lesezeit

Beim diesjährigen Vogelschuss der St. Johannes von Nepomuk Schützenbruderschaft setzte sich Günter Ströckens gegen seine Mitbewerber durch und holte zum dritten Mal in Folge mit einem gezielten Schuss den hölzernen Adler von der Stange. Zusammen mit seiner Frau Anja Ströckens bildet er nun das neue Kaiserpaar der Schützenbruderschaft.
Der letzte Kaiser von Havert-Stein wurde 1949 ermittelt - seitdem blieb die Würde unbesetzt. Daher war die Spannung und Vorfreude an diesem Tag besonders groß. Viele Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, Gäste und das befreundete Trommlercorps Edelweiß Havert versammelten sich am Schießstand, um dieses besondere Ereignis live mitzuerleben. Als der Vogel schließlich fiel, brandete großer Jubel auf - ein emotionaler Moment für alle Beteiligten.
„Ich bin überglücklich und stolz, dieses Amt übernehmen zu dürfen“, sagte Günter Ströckens unmittelbar nach dem Vogelschuss. Seine Frau Anja Ströckens ergänzte lächelnd: "Es ist uns eine große Ehre, dieses besondere Amt gemeinsam ausüben zu dürfen.

Bereits am Sonntagvormittag fand das traditionelle Prinzenschießen statt, bei dem sich der Nachwuchs der Bruderschaft messen konnte. Auch hier wurde mit Spannung geschossen – und am Ende standen die neuen Würdenträger fest:
• Prinz: Noah Schartmann (60. Schuss)
• Linker Adjutant: Aleksander Houben
• Rechter Adjutant: Maximilian Schartmann
Mit diesem Ergebnis zeigt sich erneut, wie engagiert auch die jüngere Generation in Havert-Stein das Vereinsleben mitträgt und zur lebendigen Tradition beiträgt.

Es folgte eine festliche Parade vor dem Vereinsheim in Havert. Musikalischer Höhepunkt war der Spielmannszug Edelweiß Havert, der mit seinen traditionellen Märschen für beste Stimmung sorgte. Angeführt von der Schützenbruderschaft zog das Kaiserpaar unter großem Applaus zur Abnahme der Parade, begleitet von zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern, die das Geschehen begeistert verfolgten.
Anschließend wurde das Kaiserpaar im Schützenheim feierlich empfangen, wo bis in die späten Abendstunden gefeiert wurde.
Mit der Krönung von Günter Ströckens und Anja Ströckens beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte von Havert-Stein. Ein Kapitel, das zeigt, wie sehr Tradition, Gemeinschaft und Zusammenhalt das Dorf auch heute noch prägen

Text: Heinz Vogten

Aehnliche Artikel

SC Selfkant zu Gast bei Fortuna Sittard

SC Selfkant zu Gast bei Fortuna Sittard

Durch die Kooperation mit dem niederländischen Erstligisten war der SC Selfkant mit der Jugendabteilung am 29.11.2025 zu Gast im Stadion von Fortuna Sittard – ein unvergessliches Erlebnis für unsere kleinen Nachwuchskicker! Nach einem gemütlichen Beisammensein und einem kleinen weihnachtlichen Saisonabschluss – mit Fritten und Snacks gestärkt – machte sich unsere Jugendabteilung anschließend auf den Weg zum Stadion. 🎄🍟⚽ Die Mädels und Jungs durften gemeinsam echte Stadionluft schnuppern, spa

Uwe Huchel
Nikolausfeier beim SC Selfkant – Ein voller Erfolg!

Nikolausfeier beim SC Selfkant – Ein voller Erfolg!

Im prall gefüllten Sportheim durften wir am vergangenen Dienstag über 80 strahlende Kinder begrüßen. Die Freude war groß, als endlich der Nikolaus zu Besuch kam! Eine unserer Jugendspielerinnen trug eine wunderschöne Nikolausgeschichte vor, die alle in ihren Bann zog. Gemeinsam wurden fröhliche Weihnachtslieder gesungen – ein Moment voller Gemeinschaft und Vorfreude. Zum Abschluss überraschte der Nikolaus jedes Kind mit einem Weckmann (Vielen Dank an die Bäckerei Stassen) und einem Getränk. E

Uwe Huchel
Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Es kommt ja nicht oft vor, dass man sich im direkten Blickkontakt direkt an den Bundeskanzler Deutschlands wenden kann. Julia Jansen und Kerstin Winkel aus der Region ist das in der ARD „Arena“ am Montag gelungen. Durch den neuen Hebammenhilfevertrag, der seit 1. November gilt, hätten viele freie Hebammen Einkommenseinbußen von bis zu 40 Prozent erlätuerte Kerstin Winkel. "Wir können unsere berufliche Tätigkeit damit nicht mehr aufrechterhalten", erklärte sie dem Kanzler. Und dann: "Wie können

Uwe Huchel