Lösungen im Sinne des Bibers und der Menschen
Lösungen im Sinne des Bibers und der Menschen
Die Rückkehr der Biber ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Naturschutzes in Deutschland. Biber wurden lange Zeit gejagt und nahezu ausgerottet. Auch in unserer Region hat der Biber inzwischen wieder ein Zuhause gefunden. So sind im Gangelter Bruch und im Selfkant entlang des Rodebachs die Aktivitäten des Bibers nicht zu übersehen - gefällte Bäume, Biberdämme und aufgestaute Wasserflächen.
Der Biber unterliegt in Deutschland dem Naturschutzrecht und zählt auch in Europa zu den streng geschützten Arten.
Es gibt viele Naturfreunde, die sich über den Biber freuen. Aber es gibt auch Menschen, die Vorurteile gegen ihn haben. So ist es für Schutz der Biber notwendig, die Öffentlichkeit über den Biber zu informieren.
Überflutungen durch Biber?
Bei Gangelt hat der Rückstau des Wassers für Probleme auf dem nahegelegen Segelflugplatz gesorgt, indem die Wiesen feucht wurden. Für die Segelflugzeuge bedeutet das eine konkrete Gefahr beim Start und bei der Landung.
Folglich musste man hier aktiv werden. Zukünftig werden die Biberdämme gezielt abgetragen, um so den Wasserspiegel auf einer für den Segelflugplatz unkritischen Höhe zu halten. (Weitere Informationen dazu in Kürze)
Anders sieht die Situation im Selfkant aus. Eine Gefahr wie Gangelt besteht hier derzeit nicht.
Durch die Gemeinde Selfkant werden regelmäßig Pflanzen aus dem Bach entfernt, so dass das Wasser im Sinne des Hochwasserschutzes abfließen kann. Auch befindet sich der Damm jetzt an einer Stelle, wo das Wasser aus der nahen Quelle ungehindert abfließt. Dies war beim vorherigen Standpunkt im jetzigen Renaturierungsgebiet nicht gegeben. Hier führte der Wasserrückstau zu Problemen.
Jetzt sind Naturfreunde mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Nabu und dem Bauhof im ständigen Kontakt um bei eventuellen Veränderungen sofort vorbeugend eingreifen zu können.
Biber und Bäume
Ein Biber entfernt sich selten mehr als 20 - 30 Meter vom Wasser. Als Nahrung bevorzugt er Rinde und Blätter von Weichhölzern wie Weiden und Pappeln, er geht aber bei mangelndem Angebot auch an andere Bäume.
Seine Nahrung verzehrt er im Wasser, was man an den vielen Fressstellen sehen kann. Bislang hat er sich immer an "unkritischen Stellen" mit neuer Nahrung versorgt.
Damit das so bleibt, ist vorgesehen, dass gezielt Bäume mit Drahtgeflecht geschützt werden. Über diese Aktion wird Selfkant Online ebenfalls berichten.
Ein problemloses Zusammenleben mit dem Biber ist möglich, dazu bedarf eines funktionierenden Bibermanagements. Die Weichen dazu sind im Selfkant gestellt. Ein paar Biberbegeisterte, der NABU, die Untere Naturschutzbehörde und die Gemeinde Selfkant arbeiten zusammen und werden speziell auch dann aktiv, wenn der Biber zu einer Gefahr wird.
Der Biber darf kein zweites Mal verschwinden!
Bei Fragen können Sie mich auch direkt kontaktieren. Tel. 0172 1615 880
Uwe Huchel
Uwe Huchel
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