Lösung im Sinne des Bibers am Rodebach bei Gangelt

Uwe Huchel | | 4 Min. Lesezeit

Die Rückkehr der Biber ist eine der größten Erfolgsgeschichten des Naturschutzes in Deutschland. Biber wurden lange Zeit gejagt und nahezu ausgerottet. Heute leben wieder nahezu 40.000 Biber in Deutschland und 3.500 in den Niederlanden.

Auch in unserem Grenzgebiet hat der Biber inzwischen wieder ein Zuhause gefunden. So sind im Gangelter Bruch und entlang des Rodebachs die landschaftsprägenden Aktivitäten des Bibers zu bewundern. Gefällte Bäume, Biberdämme und aufgestaute Wasserflächen locken immer mehr Besucher in das Naturschutzgebiet rund um den Rodebach.

Die unermüdliche Arbeit der Biber hat jedoch Auswirkungen. So erhöhen stetig wachsende Dammanlagen durch den Rückstau kontinuierlich den Wasserstand. Selbst bei kleinen Fließgewässern kommt es dann zu einer seeartigen Erweiterung. Im Gangelter Bruch beispielsweise weicht das aufgestaute Wasser den Boden auf dem nahegelegenen Segelflugplatz auf. Für die Segelflugzeuge bedeutet das eine konkrete Gefahr beim Start und bei der Landung.

Um das zu verhindern, wurden bereits Gräben gezogen, Rohre eingebaut und Dämme von Zeit zu Zeit teilweise bzw. fast ganz beseitigt. Das werden aufmerksame Spaziergänger oder Radfahrer sicher bemerkt haben. Die Lösungssuche wurde zusätzlich durch einen besonderen Aspekt erschwert. Der Biber hat seinen Damm nämlich exakt auf der Grenze gebaut. Um die notwendigen Maßnahmen länderübergreifend zu koordinieren, fand nun ein gemeinsamer Ortstermin mit niederländischen und deutschen Behörden und Naturschutzorganisationen statt.

Zukünftig werden Biberdämme gezielt abgetragen, um so den Wasserspiegel auf einer für den Segelflugplatz unkritischen Höhe zu halten. Darüber hinaus finden notwendige Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Biber in enger Abstimmung mit allen Beteiligten statt. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist sicherlich im Sinne des Bibers.

Vertaling NL:

De terugkeer van de bever in Nederland en Duitsland is een groot succes voor de natuurbescherming. Lange tijd werden bevers bejaagd en vrijwel compleet uitgeroeid. Vandaag de dag leven al weer bijna 40.000 bevers in Duitsland en ongeveer 3.500 stuks in Nederland.

Ook in het Nederlands-Duitse grensgebied tussen Schinveld en Gangelt in het “Gangelter Bruch” aan de Rodebach, zijn sinds enige tijd de fascinerende waterbouw werkzaamheden van de bever te bewonderen. Omgeknaagde bomen, beverdammen en gestuwde beken lokken steeds meer liefhebbers naar het natuurgebied rond om de Rodebach.

Het onvermoeibare werk van de bever kan echter ongewenste gevolgen hebben. Zo verhogen de steeds verder groeiende beverdammen de waterspiegel. Zelfs beekjes kunnen dan in een meer veranderen. In het Gangelter Bruch trad precies dit probleem op. Het stijgende waterpeil zorgde voor een drassige bodem op het nabij gelegen zweefvliegveld de Lier. Voor de zweefvliegtuigen leverde dat een concreet gevaar op bij de start en de landing.

Om dit te voorkomen werden al slootjes aangelegd, afvoerbuizen in de dam geplaatst en van tijd tot tijd werd de dam zelfs gedeeltelijk of geheel verwijderd. De bever dreigde de grote verliezer te worden. Oplettende fietsers en wandelaars hebben dat zeker vastgesteld. Het vinden van een oplossing was in dit bijzondere geval wat lastig. De bever heeft zijn dam namelijk exact op de grens gebouwd. De ene helft ligt in Nederland en de andere helft in Duitsland. Gelukkig werken de Nederlandse en Duitse natuurbeschermers van Natuurmonumenten, IVN Beekdaelen Onderbanken en de NABU Selfkant al jaren intensief samen. Gezamelijk wisten zij de noodzakelijke partijen ter plekke te verzamelen (Waterschap Limburg, Gemeente Gangelt, Untere Naturschutzbehörde Kreis Heinsberg en de 3 genoemde natuurbeschermingsorganisaties).

Op locatie werd snel een compromis gevonden, dat voor alle partijen acceptabel is. Het Waterschap Limburg zal de beverdam bewaken, zodat het waterpeil voor de bever voldoende blijft, maar dat ook de zweefvliegtuigen veilig kunnen opstijgen en landen. Als de dam te hoog wordt, zorgen zij voor een verlaging. Ook voor toekomstige maatregelen met betrekking tot de bever zullen deze partijen elkaar makkelijk weer vinden. Dankzij deze soepele grensoverschreidende samenwerking kunnen alle bezoekers van het Gangelter Bruch nog jaren genieten van de creativiteit van deze beverfamilie!

Hubert Hostenbach
NABU Selfkant

Aehnliche Artikel

SC Selfkant zu Gast bei Fortuna Sittard

SC Selfkant zu Gast bei Fortuna Sittard

Durch die Kooperation mit dem niederländischen Erstligisten war der SC Selfkant mit der Jugendabteilung am 29.11.2025 zu Gast im Stadion von Fortuna Sittard – ein unvergessliches Erlebnis für unsere kleinen Nachwuchskicker! Nach einem gemütlichen Beisammensein und einem kleinen weihnachtlichen Saisonabschluss – mit Fritten und Snacks gestärkt – machte sich unsere Jugendabteilung anschließend auf den Weg zum Stadion. 🎄🍟⚽ Die Mädels und Jungs durften gemeinsam echte Stadionluft schnuppern, spa

Uwe Huchel
Nikolausfeier beim SC Selfkant – Ein voller Erfolg!

Nikolausfeier beim SC Selfkant – Ein voller Erfolg!

Im prall gefüllten Sportheim durften wir am vergangenen Dienstag über 80 strahlende Kinder begrüßen. Die Freude war groß, als endlich der Nikolaus zu Besuch kam! Eine unserer Jugendspielerinnen trug eine wunderschöne Nikolausgeschichte vor, die alle in ihren Bann zog. Gemeinsam wurden fröhliche Weihnachtslieder gesungen – ein Moment voller Gemeinschaft und Vorfreude. Zum Abschluss überraschte der Nikolaus jedes Kind mit einem Weckmann (Vielen Dank an die Bäckerei Stassen) und einem Getränk. E

Uwe Huchel
Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Hebammen kämpfen um ihre Existenz

Es kommt ja nicht oft vor, dass man sich im direkten Blickkontakt direkt an den Bundeskanzler Deutschlands wenden kann. Julia Jansen und Kerstin Winkel aus der Region ist das in der ARD „Arena“ am Montag gelungen. Durch den neuen Hebammenhilfevertrag, der seit 1. November gilt, hätten viele freie Hebammen Einkommenseinbußen von bis zu 40 Prozent erlätuerte Kerstin Winkel. "Wir können unsere berufliche Tätigkeit damit nicht mehr aufrechterhalten", erklärte sie dem Kanzler. Und dann: "Wie können

Uwe Huchel