21.05.2022

Missionskreis Süsterseel: Hilfsgüter auf dem Weg nach Rumänien


Dank vieler und großzügiger Spenden hat der Süsterseeler Missionskreis Osteuropa den zweiten Hilfsgütertransport in diesem Jahr auf die dreitägige Reise nach Rumänien geschickt. Traditionell umfasst dieser Transport vor Weihnachten auch rund 500 Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder in diesem ärmsten Mitgliedsland der Europäischen Union.

Der Missionskreis Osteuropa der Katholischen Kirchengemeinde St. Hubertus Süsterseel, Mitglied im Verbund „HS - ein Kreis hilft“, wurde 1998 von Leni Beyers gegründet. Er unterstützt in Piatra Neamt im Nordosten Rumäniens verschiedene Hilfsprojekte finanziell und materiell - hauptsächlich durch gespendete Güter, die mit gecharterten Lastzügen nach Piatra Neamt transportiert werden.
Ein Transport (ca. 100 Kubikmeter) kostet nach derzeitigem Stand etwa 3000 Euro, die durch Spenden aufgebracht werden müssen.

Die Güter werden im Lager des Missionskreis, dem ehemaligen Feuerwehrhaus in Süsterseel, sortiert und verpackt. Die Warenpalette umfasst nahezu alle Güter des täglichen Bedarfs: Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Drogerie- und Desinfektionsartikel, (aus aktuellem Anlass dringend benötigte) Mund-Nasen-Masken, Sanitätsmaterial wie Verbandszeug, Rollatoren oder Krüken, Kochgeschirr, Haushaltsgeräte , Lernmaterial für Kinder, Spielzeug, Werkzeug, Gartengeräte sowie Nähmaschinen.
Jedes Jahr werden hunderte Weihnachtspäckchen, die im Selfkant und Umgebung von Kindergärten, Schulen und Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden, auf den Weg gebracht, um in Piatra Neamt und Bukarest an bedürftige Kinder verteilt zu werden.

Die beiden Kooperationspartner vor Ort sind Ordensschwestern der Congregatio Missionariorum Servorum Pauperum (Dienerinnen der Armen) und das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR), das als gemeinnützig anerkannt ist..

Die Schwestern betreiben in Piatra Neamt den Kindergarten „Vincenzina Cusmano“, eine Nähschule und eine Armenküche. Sie engagieren sich zudem in der Mutter-Kind-Betreuung. Ferner finanzieren sie - mit Unterstützung des Missionskreises - lebensnotwendige Operationen ihrer „Schützlinge“,
In der Nähschule erhalten junge Frauen eine Ausbildung zur Näherin. Nach Abschluss erhalten sie kostenlos eine Nähmaschine und können so zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen.Über die Nonnen wird auch ein katholischer Männerorden unterstützt, der in der Obdachlosenhilfe und in der Jugendausbildung aktiv ist.

Das lokale DFDR kooperiert vor allem mit der rumänisch-orthodoxen Kirche, die Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser und Ausbildungsstätten einschließlich einer Nähstube und einer Bäckerei unterhält sowie notleidende und einsame Menschen betreut.


Kontakt: Leni Beyers, Pfarrer-Kreins-Str. 3, Süsterseel, Tel.: 02456/1448

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