Besuch im Alten- und Pflegeheim St. Josef


Vielen Dank Herr Kratz, lieber Volker, dass ich heute hier sein darf.
Das Coronavirus hat die Welt verändert und unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Nach den Karnevalstagen waren wir hier als Kreis Heinsberg die erste Region, die massiv betroffen war. Unser Landrat, der Krisenstab, viele Verwaltungsstellen bei Kreis aber auch in den Städten und Gemeinden haben durch ihr sehr gutes Krisenmanagement dazu beigetragen, dass wir doch gut durch diese schwierige Zeit gekommen sind.
Das Virus hat auch den Alltag hier in St. Josef massiv beeinflusst und verändert. Sie mussten sich von einen Tag auf den anderen auf diese neue Situation einstellen. Und ich bin heute hier in St. Josef, um Ihnen Danke zu sagen für Ihren Einsatz. Danke zu sagen für Ihren Einsatz in der Pflege, beim sozialen Dienst und den vielen anderen Diensten, die St. Josef erst zu dem machen, was es ist. Allen herzlichen Dank.
Ich denke aber auch an die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Josef.
Denn es war sicherlich nicht leicht, den Bewohnerinnen/Bewohnern des Hauses zu erläutern, warum sie eine lange Zeit keinen Besuch empfangen konnten. Ich persönlich kann auch die Situation für die Angehörigen nachvollziehen, wenn man Vater oder Mutter nicht in den Arm nehmen kann. Und so ist z.B. bei Menschen mit Demenz ja gerade die emotionale Ebene ganz wichtig, wenn man sie erreichen möchte. Keine einfache Aufgabe, keine einfache Situation. Nun greifen so langsam erste Lockerungen und wir alle hoffen, dass wir von einer zweiten Welle verschont bleiben.
Ich habe nun heute als Dankeschön keinen dicken Scheck oder großartige Blumensträuße mitgebracht. Eher etwas Kleines. Zwei Holzschuhe/Klumpe mit dem Wappen des Selfkants und das Ganze ist mit einem Magnet versehen, so dass es genutzt werden kann an einer Metall-Pinnwand.
Als CDU-Bürgermeisterkandidat aber auch im Namen der CDU-Selfkant sage ich Ihnen Danke für Ihren Einsatz.
Gleichzeitig verbinde ich mit diesem Besuch aber auch noch etwas Anderes. Ich möchte heute ein Zeichen setzen dafür, wie ich mir vorstelle, wie in Zukunft die Interessen von Jung und Alt im Miteinander im Selfkant gebündelt werden können. Netzwerke, die vielleicht schon da sind, sichtbarer werden und neue Kooperationen und ein neues Miteinander entstehen kann.
Das gilt für alle Lebensbereiche Kultur, Sport, den normalen Alltag, Mobilität und vieles mehr. Ich möchte, sofern die Bürgerinnen und Bürger mir am 13. September 2020 bei der Kommunalwahl mehrheitlich ihr Vertrauen schenken, in der kommenden Legislaturperiode einen Beirat für Generationenfragen ins Leben rufen.
In diesem Beirat soll dann z.B. auch das Alten- und Pflegeheim St. Josef vertreten sein, aber auch Organisationen aus dem Bereich der Jugendarbeit, Vereine und verschiedene andere Gruppierungen und Organisationen, die sich mit dem Thema Demographie und Generationenfragen beschäftigen.
Mir geht es darum, dass wir im Selfkant den Zusammenhalt der Generationen weiter pflegen und den demographischen Wandel positiv gestalten.
Diesem Gremium sollen keine Politiker/Ratsvertreter angehören. Der Beirat kann entsprechende Anträge und Anfragen an den Gemeinderat oder an die jeweiligen Ausschüsse stellen. Vorsitzender dieses Beirates für Generationenfragen soll der Bürgermeister sein, denn somit ist eine direkte Verbindung in Rat und Verwaltung gewährleistet.
Ich würde mich freuen, wenn diese Anregung bei dem Menschen im Selfkant auf ein positives Echo stoßen würde.


17.6.2020; Norbert Reyans