Wir stehen den Landwirten zur Seite


Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers

 

Wilfried Oellers MdB begrüßt Landwirte aus dem Kreis Heinsberg in Berlin

Die Landwirte machen momentan intensiv und deutlich auf ihre Situation aufmerksam. Kürzlich demonstrierten sie zweimal in Bonn. Nun waren zehntausende Bauern mit bis zu 5.000 Traktoren und Landmaschinen nach Berlin gekommen. Die Größe der Demonstrationen zeigte, wie groß die Sorge der Landwirte um ihre Zukunft ist.

Diese Sorgen teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Heinsberg, Wilfried Oellers, der einige Landwirte aus dem Kreis Heinsberg am Rande der großen Demonstration im Berliner Regierungsviertel traf: „Die Landwirte versorgen uns mit dem Wichtigsten, was wir täglich brauchen: Lebensmitteln. Wir haben in Deutschland die besten Lebensmittel weltweit. Die Landwirte prägen die ländlichen Räume, sind dort tief verwurzelt und wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfungskette für Lebensmittel. Sie arbeiten nachhaltig mit der Natur.“

Die Landwirte aus dem Kreis Heinsberg beklagten, dass sie für viele Themen als Sündenböcke herhalten müssten. Dabei werde dann gar nicht mehr geprüft, ob es auch andere Ursachen oder Verursachen z. B. für die Nitratwerte im Grundwasser gebe. Die Schuldzuweisung werde dann ohne weitere Prüfung vorgenommen und die Situation der Landwirtschaft mit weiteren Einschränkungen verschärft. Oft sähen die Menschen nicht das Gute, das hinter der Landwirtschaft stecke.

Oellers betonte, dass Landwirte für ihre Arbeit Anerkennung und Wertschätzung verdienen. Leider sei diese in unserer Gesellschaft nicht so ausgeprägt, wie die Landwirte sie verdient haben. „Hier braucht es einen Sinneswandel in unserer Gesellschaft.“, so Oellers.

Im Rahmen der Verschärfungen bei der Düngeverordnung beklagten die Landwirte, dass unter den neuen Vorgaben eine qualitativ hochwertige Lebensmittelproduktion nicht möglich sei. Die Bevölkerung habe zu Recht den Anspruch auf hochwertige Lebensmittel. Die Landwirte wollen auch bestmögliche Lebensmittel produzieren. Derzeit produzieren die deutschen Landwirte weltweit die besten Lebensmittel. Die Bevölkerung habe auch zu Recht den Anspruch, ausreichend mit hochwertigen Lebensmittel versorgt zu werden. Vor etwa 100 Jahren ernährte ein Landwirt 5 Personen. Heute ernährt ein Landwirt 155 Personen. Notwendige Ertragssteigerung auf der einen Seite, Umweltbedenken auf der anderen Seite, das sind die aktuellen Mühlsteine, zwischen denen sich die Landwirte befinden und langsam aufgerieben fühlen. Aber wenn man eine Pflanze nur mit 80% des eigentlichen Bedarfs düngen darf, dann leidet darunter konsequenterweise die Qualität der Pflanzen. Als Vergleich könne man sich das so vorstellen: Wenn ein Mensch nur 80% von dem isst, was er für den täglichen Bedarf braucht, um seine körperliche Leistung zu erbringen, dann kann man 100% der Leistung auch nicht erbringen. Und zudem gehe es einem Menschen dann auch nicht gut. So sei es bei Pflanzen auch.

Weiter stellten die Landwirte in Frage, ob die Nitratwerte im Grundwasser richtig gemessen worden sind. Sie verlangen eine Überprüfung des Messstellen. Die Kooperationen mit den Kreiswasserwerken im Kreis Heinsberg funktionieren sehr gut. Die Landwirte verstehen nicht, warum man derartige Kooperationen nicht respektiert. Schließlich lieferten das Kreiswasserwerk Heinsberg aus Grundwasser unser Trinkwasser, ohne es aufbereiten zu müssen und bleiben dabei weit unter den Grenzwerten.

Wilfried Oellers: „Landwirte benötigen Rahmenbedingungen, die ihnen ein vernünftiges Wirtschaften ermöglichen. Diese müssen wissenschaftlichen Grundlagen und Erkenntnissen entsprechen, auf fehlerfreien Fakten basieren und ideologiefrei sein. Dies muss für alle Themenbereiche gelten, insbesondere für die Düngeverordnung und den Pflanzenschutz.“

Der Protest der Bauern richtet sich außerdem gegen neue Handelsabkommen. Diese führten zu oft zu Nachteilen der deutschen Bauern, weil die Rahmenbedingungen in den Partnerländern nicht so streng seien, wie in Deutschland. Das führe zu Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil der hiesigen Landwirte.

Neue Vorgaben für die Landwirte erfolgten mittlerweile in zu kurzen Abständen. Oellers: „Veränderungen der Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass sich die notwendigen Investitionen der Landwirte zur Erfüllung neuer Vorgaben zunächst refinanzieren können, bevor neue Vorgaben erneute Investitionen auslösen. Alles andere führt in den finanziellen Ruin und ist wirtschaftlich schlichtweg nicht darstellbar.“

Die Landwirte forderten einen runden Tisch, an dem alle Beteiligte teilnehmen. Er soll die Themenfelder lösungsorientiert, fachlich fundiert und mit Verständnis für den jeweils anderen diskutieren. Zielkonflikte müssen dabei auch gelöst werden.

Oellers wies darauf hin, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion kürzlich -als bisher einzige Bundestagsfraktion- einen Kongress zu diesem Themenkreis veranstaltet. Am 02.12.2019 findet ergänzend dazu im Kanzleramt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Landwirtschaftsministerin Klöckner ein weiterer Kongress zur Landwirtschaft statt.

Wilfried Oellers sprach sich für eine Fortsetzung dieses Dialogs aus: „Wir zeigen mit diesen Diskussionsrunden, dass wir die Sorgen und Nöte der Landwirte kennen, wissen wollen, ernst nehmen und lösen wollen. Alleine Anträge mit einer guten Überschrift zu stellen, die inhaltlich jedoch nicht weiterhelfen, sind keine Lösung der Problemstellungen. Wir müssen ideologiefrei und sachlich, vor allem aber vollumfänglich an diesen Problemen arbeiten, gemeinsam mit allen Beteiligten.“

 

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