Der Ameisenbläuling

 

Der Ameisenbläuling – workshop in der Naturschutzstation Haus Wildenrath 

 

Mitte November 2018 fand an der Naturschutzstation Haus Wildenrath ein Workshop des 

Interreg-Projektes „Netzwerk Natur – Beispiel Ameisenbläuling“ zum Schutz und zur 

Förderung des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings statt. Der Dunkle Wiesenknopf-

Ameisenbläuling ist ein Schmetterling aus der Familie der Bläulinge, der im Grenzgebiet zu 

den Niederlanden beidseitig der Grenze in kleinen Populationen vorkommt. Er bevorzugt 

Wiesenstrukturen, wie sie bei uns im Kreis Heinsberg entlang von Rur und Wurm zu finden 

sind und hat eine komplexe Ökologie (s. Infokasten). Teilnehmende des zweisprachigen 

Workshops waren ehren- und hauptamtliche Akteure aus dem Bereich des Naturschutzes 

und der Wasserwirtschaft aus Deutschland und den Niederlanden, u.a. Vertreter der Unteren 

Naturschutzbehörde Kreis Heinsberg, der Naturschutzstation Haus Wildenrath und des 

Wasserverbandes Eifel-Rur. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen wurden gemeinsam 

Strategien entwickelt, um die Populationen des Ameisenbläulings beidseitig der Grenze 

miteinander zu verbinden und hierdurch langfristig zu sichern. Nur durch diesen 

grenzübergreifenden gemeinsamen Einsatz kann die interessante Schmetterlingsart bei uns 

erhalten werden. 

 

Ende März 2019 findet ein weiterer Workshop des Interreg-Projektes in den Niederlanden 

statt, an dem die Ergebnisse vorgestellt werden. 

 

/Infokasten/ 

 

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phenagris maculinea) ist eine spezialisierte und 

stark gefährdete Schmetterlingsart. Die Eier legt das Weibchen Mitte Juli bis Mitte August auf 

den Blütenköpfen des Großen Wiesenknopfs (Sanguisorba officinalis) ab. Bis in den 

September ernährt sich die Raupe des Schmetterlings von seiner Wirtspflanze und wird im 

Anschluss von Arbeiterinnen der Roten Knotenameise (Myrmica rubra) in deren Nester 

gebracht. Dort verbringt er die Zeit bis zur Verwandlung zum Schmetterling im nächsten 

Sommer und ernährt sich währenddessen von der Ameisenbrut. Der Große Wiesenknopf 

kommt auf extensiv genutzten, wechselfeuchten Standorten in Fluss- und Bachtälern vor. 

 

 

 

Titelfoto: 

 

Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling auf der Blüte des Großen Wiesenknopfs. (Foto: Chris 

van Swaay) 

 

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