Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag

 

Am Pfingstmontag, dem 21.05.2018, findet der 25. Deutsche Mühlentag statt. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre gehört der Besuch der Mühlen zum festen Bestandteil im Terminkalender einer interessierten Öffentlichkeit. Die zahlreich geöffneten Mühlen ermöglichen unzähligen Menschen, ob jung oder alt, interessante Einblicke in das Mühlenleben. Für viele ältere Leute bedeutet der Mühlentag eine Reise in die Vergangenheit, weil manche Erinnerungen „an früher“ zum Leben erweckt werden. Kinder und Jugendliche haben die einmalige Gelegenheit, aus der heutigen Hochtechnologiewelt heraus die einfachen, aber wirkungsvollen  Mühlentechniken kennen zu lernen.

Wenn am Pfingstmontag von der Nord- und Ostsee bis hin zu den Alpen die Wind- und Wassermühlen ihre Tore öffnen, dann verbindet sich damit eine Spurensuche, die eine über 1000-jährige Technik- und Kulturgeschichte umfasst. Wasser- und Windmühlen stellen ein unablässiges Spiegelbild menschlichen Erfindungsgeistes von der Antike bis in die Neuzeit dar. Kaum eine andere Technologie hat über einen so langen Zeitraum in so vielfältiger Ausprägung die Geschichte der Menschheit  beeinflusst und gestaltet. Gelang es doch dem Menschen, die Naturkräfte des Wassers und später des Windes für sich nutzbar zu machen und dadurch menschliche und tierische Arbeitskraft zu ersetzen. Es waren die ersten von Menschen erdachten Energiemaschinen, die das Gesellschaftsleben weiter Teile Europas veränderten. Weit mehr noch als die spätere Erfindung der Dampfmaschine.

Jede Mühle hat ihre besondere Geschichte. Nie geht es dabei allein um Technikgeschichte, sondern stets auch um kultur- und sozialgeschichtliche Belange. Das macht auch heute noch die Faszination der historischen Müllerei aus.

Die Erhaltung von Wind- und Wassermühlen als historische Bauzeugen dieser technischen und wirtschaftlichen Entwicklung über viele Jahrhunderte findet in der Öffentlichkeit ein immer größer werdendes Interesse. Die seit Jahren ständig steigende Zahl der am Deutschen Mühlentag teilnehmenden Mühlen ist dafür ein sicherer Beweis. Innerhalb von rd. 10 Jahren hat sich die Zahl von 400 teilnehmenden Mühlen auf nunmehr ca. 1200 verdreifacht.

Unter der Federführung des Vereins Historische Mühlen im Selfkant e.V. beteiligen sich in diesem Jahr wieder alle 4 Windmühlen in der Selfkantregion am Deutschen Mühlentag. Damit stellt die Selfkantregion das größte Potential im Rheinland.

Die Windmühlen in Breberen, Waldfeucht, Haaren und Kirchhoven-Lümbach sind in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Es werden am Mühlentag wieder einige Neuigkeiten in den Mühlen zu bestaunen sein. 

 

Der Mühlenexpress, ein Oldtimerbus der WestVerkehr GmbH aus dem Jahr 1953 mit 29 Sitzplätzen, fährt gegen Entgelt (6 Euro Erwachsene, 4,50 Euro Kinder) vom Bahnhof der Historischen Selfkantbahn in Schierwaldenrath die Windmühlen in Waldfeucht und Breberen an. Die Fahrzeit beträgt rund 1 Stunde. In beiden Mühlen besteht für die Fahrgäste die Gelegenheit zur Besichtigung.

 

Wer alle 4 Mühlen mit dem Fahrrad erkunden will, sollte auf der Selfkant-Mühlenstraße der Beschilderung mit dem Logo des Vereins Historische Mühlen im Selfkant e.V. folgen. Ein Flyer, der an allen Mühlen ausgegeben wird, erläutert die Fahrradroute. Der Flyer kann auch aus dem Internet von der Webseite des Vereins (siehe unten) heruntergeladen werden.

 

In der „Villa Clarissa“ neben der Kirchhovener Mühle werden interessante Schaustücke, Bilder und Infotafeln zur Mühlengeschichte gezeigt und erläutert. Die Windmühle „Clarissa“ hat seit vier Jahren einen eigenen Schutzheiligen „Nepomuk“ in Form einer Holzschnitzfigur aus Südtirol.

 

In der Waldfeuchter Mühle werden Bild- und Filmpräsentationen über die Selfkantmühlen dargeboten. Dort kann man bei windarmem Wetter auch die von den Kindergärten der Region im vergangenen Jahr gemalten bunten Mühlensegel, die auf die Flügel gespannt werden, bestaunen.

 

Die Windmühle Breberen bildet auch diesmal wieder die Kulisse für einen ökumenischen Gottesdienst, der hier um 16.00 Uhr stattfindet.

 

An den Windmühlen findet eine Bewirtung der Gäste statt:

Windmühle Haaren – Hier hat die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Waldfeucht eine Cafeteria eingerichtet.

Windmühle Waldfeucht – Hier kann man Kaffee mit frisch gebackenen Waffeln, Wurstspezialitäten und Erfrischungsgetränke genießen.

Windmühle Breberen – Das Café „Aan de Müehle“ mit herrlichem Blick auf die historische Mühle lädt zu einer kurzen Pause ein.

Windmühle Kirchhoven-Lümbach – Auf der Terrasse der „Villa Clarissa“ kann man sich mit gekühlten Getränken und einem kleinen Imbiss erfrischen.

 

Die mittlerweile 17 „Freiwilligen Müller“ werden an den  4 Windmühlen ihre bisher erworbenen Kenntnisse demonstrieren. An allen Mühlen, die kostenlos besichtigt werden können, finden Führungen durch die Mühlenbetreiber und die „Freiwilligen Müller“ statt.

An  Informationsständen informiert der Verein Historische Mühlen im Selfkant über die Arbeit und die Ziele des Vereins.

 

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